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Spekulationsblase: Wie man einen Crash vorhersehen kann!

Spekulationsblase: Wie man einen Crash vorhersehen kann!

Spekulationsblasen sind in der Geschichte der Börse öfters aufgetreten und sie werden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch wiederholen. Viele Anleger fürchten sich vor einer Spekulationsblase, da sie schnell den Wert der Anlagen halbieren kann. Jedoch ist diese Angst nur teilweise begründet.

Denn es ist durchaus möglich zu erkennen, dass ein Markt eine Blase ausbildet. Die Struktur, wie sich eine Spekulationsblase bildet ist in der Geschichte nämlich immer nach einem ähnlichen Schema abgelaufen. Wenn man dieses Schema kennt, dann ist es möglich eine Blase zu identifizieren und dementsprechend zu reagieren.

Deshalb möchte ich dir in diesem Artikel aufzeigen, welche Phasen eine Blase durchläuft und wie du sie daran erkennen kannst. So bist du in der Lage deine Positionen entsprechend zu sichern und musst einen Crash nicht einfach nur stur aussitzen. Die Gefahr einer Blase besteht immer, also merke dir die folgenden Punkte gut.

Wie man eine Spekulationsblase erkennen kann

Man kann eine klassische Spekulationsblase in fünf Phasen einteilen. Die Aufmerksamkeit, der Boom, die Euphorie, die Übertreibung und zum Schluss der Crash. Jede dieser Phasen trägt im speziellen zu der Entstehung einer Blase bei und kann erkannt werden, wenn man auf die Merkmale achtet.

Deshalb werde ich jede Phase durchgehen und typische Merkmale aufzeigen, die diese Zeit kennzeichnet. Auf dem Bild unten kannst du genau sehen, wie der Kurs ungefähr in einer dieser Phasen aussieht. Achtet man also auf den Chart und die generelle Lage, kann man gut erkennen, wie es um einen Preis steht.

Aufmerksamkeit

Jede Übertreibung lebt davon, dass ihr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Damit ein Preis steigt, braucht es nämlich eine breite Masse an Käufern. In der Phase der Aufmerksamkeit ist z.B ein neues Produkt erschienen oder eine Innovation wurde gestartet. Viele Menschen sehen ein Potential in dieser Entwicklung und wollen dabei sein.

In dieser Zeit sind die Käufe noch nicht sehr extrem, aber groß genug um weitere Spekulanten auf das Produkt aufmerksam zu machen. Es beginnt also eine langsame Kettenreaktion. Denn durch den Kursanstieg werden immer mehr Leute und inzwischen auch Medien aufmerksam.

Dieser steigenden Aufmerksamkeit ist es zu verdanken, dass es zu der nächsten Phase kommt.

Der Boom

Der Anstieg des Preises ist inzwischen so groß geworden, dass große Medien und sämtliche Spekulanten das Produkt kennen. Nun werden fast stündlich neue Artikel, Videos und Blogartikel veröffentlicht. Meistens wird dort nur das große Potential gesehen und versucht das Produkt zu verkaufen.

Durch die Verbreitung der Massenmedien werden nun auch “normale” Menschen auf den Trend aufmerksam. Es kommen immer mehr Käufer in den Markt und der Preis steigt nun extrem stark an. Eine selbsterfüllende Prophezeiung ist eingetreten. Durch die hohen Gewinne bricht ein regelrechter Hype aus.

Eine Spekulationsblase hat immer einen Boom!

Eine Spekulationsblase hat immer einen Boom! © alphaspirit Images/Shutterstock.com

Die Euphorie

Die Euphorie ist nun fast die Spitze der Spekulationsblase. Wirklich jeder hat nun von dem Produkt gehört und überlegt einzusteigen. Die Kurse steigen nun unverhältnismäßig hoch und jeder kleiner Rücksetzer wird sofort wieder aufgekauft. An einen möglichen Abfall denkt in dieser Zeit keiner.

Es werden immer höhere Kursversprechen gegeben und alle sehen sich schon als zukünftige Millionäre. Wenn deine Freunde, die keine Ahnung von der Börse haben, plötzlich beginnen von einer Aktie zu sprechen, musst du extrem vorsichtig werden. Denn nun stehen wir kurz vor der Übertreibung.

Die Übertreibung

In der Übertreibung ist der Kurs auf so einem hohen Niveau angelangt, das niemand mehr rechtfertigen kann. Leute beginnen Gewinne abzubauen und Rücksetzer werden nur noch langsam nachgekauft. Der Kurs verlangsamt sich nun und die ersten Wochen enden mit einem negativen Ergebnis.

Nun ist der Zeitpunkt auszusteigen, der Kurs wird sich nicht mehr lange halten können. Denn wenn keine neuen Hochs erreicht werden, beginnt die breite Masse damit zu verkaufen. Das Resultat ist das der Kurs beginnt zu fallen.

Der Crash

Im Crash platzt die Spekulationsblase. Meistens beginnt es mit einem unspektakulären Kursverlust. Da sich aber nun auch unerfahrene Spekulanten im Markt befinden, wird sofort verkauft. Dadurch fällt der Markt weiter und weitere Leute verkaufen. Dieses Abverkaufen bringt das Ende der Spekulationsblase.

Niemand möchte mehr kaufen. Alle versuchen panisch ihre Gewinne zu sichern und der Kurs stützt ins bodenlose. In diesem Moment musst du lange aus dem Markt sein. Wenn du ganz gerissen sein willst, kannst du in dieser Zeit natürlich short Positionen eingehen.

So sieht eine typische Spekulationsblase aus.

So sieht eine typische Spekulationsblase aus.

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