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Tulpenmanie: Die erste Blase der Geschichte

Tulpenmanie: Die erste Blase der Geschichte

Ob du es glaubst oder nicht, die erste Spekulationsblase wurde durch die Tulpenmanie ausgelöst. Das ist zwar schon eine Weile her, aber man kann bis heute etwas daraus lernen. Wir befinden uns im Jahr 1590 in den Niederlanden. Eine ganz bestimmte Blume aus der Türkei sorgt gerade für sehr viel Aufsehen.

Tulpen sind der letzte Trend und gerade Adelige, reiche Kaufleute und Gelehrte beginnen die besondere Blume zu sammeln. Eine sogenannte Tulpenmanie bricht aus. So wurden die Tulpen im heimischen Garten eingepflanzt und nach einigen Monaten wieder ausgepflanzt, um sie dann gegen noch schönere Exemplare zu tauschen.

Jeder Bürger, der etwas zu sagen hatte, legte sich eine Tulpenzwiebel ins Depot. Immer mehr Menschen bemerken die neue wunderschöne Blume und wollten ebenfalls ein Exemplar besitzen. Auch damals funktionierte der Markt schon nach Angebot und Nachfrage und so begann der Kurs einer Tulpenzwiebel zu steigen.

Der Wahnsinn der Tulpenmanie

Schnell waren die Preise so angestiegen, dass man sich für eine einfache Tulpenzwiebel ein wunderschönes Haus in Amsterdam kaufen konnte. Bald begannen Menschen damit sich Geld zu leihen, um auf diesen Anstieg spekulieren zu können. Da sich die Niederlande gerade in einem Wirtschaftsboom befanden, saß das Geld entsprechend locker.

Da es damals noch sehr mühselig war eine Tulpe zu züchten, begannen die Leute bald nur noch Wertpapiere zu verkaufen und keine Zwiebeln. Die ersten Future Kontrakte wurden geboren. Nun war es möglich unendlich viele Tulpen auf dem Papier zu besitzen. Der Kurs stieg entsprechend immer weiter an.

Im Februar 1637 kam das, was kommen musste: Der Crash. In Haarlem blieben einige Händler zum ersten Mal auf ihren Tulpen sitzen und konnten sie nicht weiter verkaufen. Diese Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer unter den Spekulanten und alle wollten sofort verkaufen.

Die Tulpenmanie nahm unglaubliche Züge an.

Die Tulpenmanie nahm unglaubliche Züge an. © OtmarW/Shutterstock.com

Viel Angebot, wenig Nachfrage…

Dem Gesetz der Märkte zur Folge muss der Kurs nun einbrechen. Wenn niemand mehr kaufen will, muss der Preis soweit sinken, bis es wieder jemand tut. Die Blase war geplatzt und der Crash unvermeidbar. Das Ende der Tulpenmanie war nah. Wer nur Wertpapiere gekauft hatte, hatte noch einmal Glück gehabt. Diese wurden gegen eine geringe Strafe eingestellt. Wenn man jedoch eine echte Tulpenzwiebel besaß, dann hatte man plötzlich sein ganzes Geld verloren…

Die Niederlande störte diese Blase nicht weiter. Nach der Tulpenmanie ging der Wirtschaftsboom ungebremst weiter und nur wenige trugen einen großen Schaden davon. Aber wer sich an die Spekulationsblase von 2008 erinnern kann, wird feststellen, dass heutzutage Blasen nicht mehr so unwichtig sind.

Die Wirtschaft ist global und keine Nation kann alleine funktionieren. Wir sind über das Internet, Handelsabkommen, Firmenkooperationen und vieles weitere verbunden. Wenn eine Börse einen großen Verlust erleidet, dann wirkt sich das global aus. Deshalb ist es wichtig mögliche Anzeichen einer Blase zu erkennen.

Wenn du einen Artikel darüber haben möchtest, wie du Spekulationsblasen erkennen kannst, dann schreibe einfach einen Kommentar unter diesen Artikel!

Irgendwann hatte die Tulpenmanie ein Ende!

Irgendwann hatte die Tulpenmanie ein Ende! © Rido/Shutterstock.com

 

 

 

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2 Comments

  1. Felix Holzapfel

    21. November 2017 at 15:44

    Liebes Teamtraderteam,
    ein Artikel über das Erkennen von Spekulationsblasen wäre natürlich super interessant!
    Danke für all den bildenden Content!
    Liebe Grüße
    Felix

  2. Pingback: Spekulationsblase: Wie man einen Crash vorhersehen kann! - teamtrader

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