Chartschule: Keine Angst vor dem bösen Gap

Chartschule: Keine Angst vor dem bösen Gap

Gerade als Daytrader wird man immer vor dem einen bösen Feind gewarnt: dem GAP! Man hört Schauergeschichten von Tradern, die 50 Punkte später ausgestoppt wurden als ihr eigentlicher Stop und es scheint, als ob das Gap bereits hunderte Trader ruiniert hätte.

In dieser Chartschule möchte ich dir aber zwei ganz einfache Wege aufzeigen, wie du die Angst vor dem bösen Gap verlieren kannst. Denn mit einem geschulten Auge oder etwas Mathematik lässt sich dieses Risiko auf ein Minimum reduzieren. Wenn du also auch noch Sorge vor dem Gap hast, dann ist dieser Artikel genau das richtige für dich.

Ein Gap tritt meistens nicht unerwartet auf

90 % aller Gaps sind hervorsehbar! Damit meine ich nicht, dass ich hellsehen kann, aber wirklich überraschende Gaps treten nur sehr selten auf. Bei Terroranschlägen oder sonstigen Katastrophen kann es zu Gaps kommen, aber diese Ereignisse sind zum Glück so selten, dass wir ihnen keine Beachtung schenken müssen.

Wir beschäftigen uns mit den ganz normalen Gaps. Die Gaps die alle paar Tage mal auftreten und vor denen sich so viele fürchten. Schauen wir uns dazu einen Chart von einer Aktie an. Da wir hier keinen durchgängigen Handel haben, treten wesentlich öfter Gaps auf als in anderen Märkten.

Ich habe in dem Chart die auffälligen Gaps orange markiert. Vielleicht erkennt der ein oder andere jetzt auch schon, wieso man keine Angst vor einem Gap haben muss. Wenn nicht, dann löse ich das Rätsel jetzt mal auf. Gaps entstehen in den meisten Fällen in Trend-oder Korrekturrichtung.

Das heißt, wenn der Markt sich gerade in einer Aufwärtsphase befindet, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass ein Gap auch in diese Richtung entsteht. So ein Beispiel kann man kurz vor November 2017 erkennen. Der Markt befindet sich in der Bewegung von seinem Aufwärtstrend und dann haben wir ein Gap in Trendrichtung.

Auch wenn man sich die anderen drei Gaps ansieht, kann man sehen, dass diese immer entsprechend der aktuellen Marktpahse laufen. Das ist kein Zufall, sondern kann bei vielen anderen Charts ebenfalls beobachtet werden. Schau dir einfach ein paar Charts an und schaue, ob sich diese Regel bestätigt.

Gaps mit der Mathematik erledigen

Die zweite Möglichkeit um sich die Angst vor Gaps zu nehmen ist es eine Statistik aufzustellen. Dadurch weiß man dann ganz genau wie oft Gaps auftreten und welche Größe sie haben. Entsprechend kann man dann sein Trademanagement anpassen und muss sich keine Sorgen mehr machen ausgestoppt zu werden.

So eine Statistik für seine Märkte zu erstellen kostet natürlich Zeit. Aber wenn man sich die Arbeit einmal gemacht hat, dann hat man erstmal Ruhe und kann sich ohne Angst seinem Trading widmen. Wir von teamtrader haben mal so eine Statistik für dich erstellt, du kannst sie dir einfach oben im Video ansehen.

Zusammengefasst kann man also sagen, dass die Angst vor einem Gap unbegründet ist, wenn man sich etwas mit den Märkten beschäftigt hat. Ein Großteil der Gaps tritt in Trendrichtung auf und wenn einem dieses Wissen nicht genug ist, kann man sich mithilfe der Mathematik die restliche Sicherheit holen.

Durch Statistik kannst du dein Trading sehr sicher machen!

Durch Statistik kannst du dein Trading sehr sicher machen! ©Dragon Images/shutterstock.com

 

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