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Analyse

Deutsche Bank steigt rasant an die Spitze des DAX

Deutsche Bank steigt rasant an die Spitze des DAX

Das hat wohl nicht an Sigmar Gabriel gelegen: Die Aktie der Deutschen Bank hat am Donnerstag einen großen Sprung gemacht und klettert mit 14 Prozent an die Spitze des DAX.

Seit über einem Jahr erreicht sie damit erstmals wieder einen Preis oberhalb der 9€ Marke und generiert damit charttechnisch Kaufsignale. Die überwundenen Widerstandsmarken werden für den Aktienkurs der Deutschen Bank nun zu Unterstützungszonen.

Der überwundene Widerstand bei 8,3€ wandelt sich zur Unterstützung

Welche Gründe gibt es für den rasanten Anstieg?

Erst kürzlich hat die Deutsche Bank Teile ihrer internen Kunstsammlung verkauft. Das wertvollste Werk, ein Gemälde von Gerhard Richter, wurde verkauft und spielte der Bank vermutlich 100 Millionen Euro in die Kasse. Dies geschah jedoch im Verborgenen und der wahre Grund muss per Gesetz öffentlich mitgeteilt werden: Eine Stimmrechtsmitteilung sorgte für die Kursrallye.

Stimmrechtsmitteilungen müssen immer dann gemacht werden, wenn Großaktionäre mehr als 3% des Unternehmens halten. Die The Capital Group Companies hat sich 3,1 Prozent der Aktien an der Deutschen Bank gesichert und damit die Meldeschwelle überschritten. Der Einstieg des US-Investors erfolgte mit 65 Millionen Aktien und macht ihn zu einem der sechs größten Aktionäre des Frankfurter Instituts.

Seit die Deutsche Bank im Dezember auf dem Kapitalmarkttag noch einmal detailliert über ihre Umbaumaßnahmen gesprochen hat, legte das Papier satte 40% zu. Weltweit fallen dabei 18.000 Jobs weg, das Investmentbanking wird verkleinert und die Mitarbeiter sollen sich wieder stärker auf Firmen- und Privatkunden fokussieren. 2019 fiel ein Verlust von 5,7 Milliarden Euro an. Doch nicht nur der Umbau macht der Bank zu schaffen, auch die Erträge stehen wegen der niedrigen Zinsen unter Druck.

Der neue Anleger vertraut offenbar auf den Erfolg der bereits laufenden Sanierung.

Wichtig ist wohl für die Börse heute, dass dieser Investor nicht als Zocker, sondern wohl als langfristig orientierter Anleger auftritt. Ein Sprecher meinte, man begrüße den Einstieg: “Wir freuen uns über alle Aktionäre, besonders über solche, die eine Erfahrung und Glaubwürdigkeit wie Capital mitbringen”.

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