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Elliottwellen: Der perfekte Leitfaden!

Elliottwellen: Der perfekte Leitfaden!

Die Märkte sind ein Aufeinandertreffen von unglaublich vielen Marktteilnehmern. Diese Masse an Händlern einigt sich an der Börse immer wieder neu auf einen Preis, der für ein bestimmtes Instrument angemessen scheint.

Jedes Mal, wenn wir es mit Massen zu tun haben, kommt Massenpsychologie ins Spiel. Ausgang für die Theoriebildung der Massenpsychologie ist, dass große Menschenmassen ein oft überraschend und irrational erscheinendes Verhalten zeigen, zum Beispiel die Auslösung einer Panik aufgrund eines eher unbedeutenden Anlasses.

Trader, jedoch nur ein winziger Anteil. Die meisten handeln in Büros außerhalb der Börse – über die ganze Welt verteilt.

An der Börse haben wir diesbezüglich eine besondere Situation: Massen, die tagtäglich aufeinandertreffen und immer wieder das gleiche Ziel verfolgen: Preisbildung. Jeder Händler mag unterschiedliche Gründe für seinen Kauf oder Verkauf haben, so trägt er doch seinen Teil zu einem massenpsychologischen Phänomen und einem weit zurückreichenden Preisverlauf bei.

Mit einer langen Kurshistorie bietet sich einem also nicht nur der Blick auf den Verlauf von Preisen, sondern auch der Blick auf viele Jahre Massenpsychologie, in der sich immer wiederkehrende Verhaltensmuster feststellen – und am Chart ablesen lassen.

Vor fast 100 Jahren hat der Amerikaner Ralph Nelson Elliott während einer schweren Blutkrankheit über Monate hinweg akribisch den US-Aktienmarkt analysiert und vor diesem, eben beschriebenen Grundgedanken, eine Theorie zum Verlauf der Märkte bzw. Preise aufgestellt:

Die Elliottwellentheorie.

In diesem Artikel werde ich Dir nun die Grundzüge der Elliottwellenstrategie vorstellen und ich verspreche Dir schon jetzt: Danach wirst Du keinen Chart mehr normal ansehen. Du wirst beginnen, bis 5 zu zählen und nach “Wellen” zu suchen.

Die Wellen

Der Grundgedanke bei den Elliottwellen ist die Annahme, dass die kollektiven Gefühle der Investoren zwischen Optimismus und Pessimismus hin- und herschwanken. Diese Schwankungen, Wellen, erzeugen Muster, die sich stets wiederholen.

Das Grundmuster

Elliott fand heraus, dass Preise innerhalb eines Trends in fünf und drei Wellen schwanken:

Innerhalb eines Trends sind die Wellen 1, 3 und 5 sogenannte Antriebs-, Impuls-, oder Motivwellen.

Die Wellen 2 und 4 sind Korrekturwellen. Die Antriebswellen gliedern sich ihrerseits wieder in fünf Wellen und die Korrekturwellen in drei Wellen auf. So entsteht eine Verschachtelung, die die fraktale Natur der Elliottwellen ausmacht.

Die Korrektur-Wellen bewegen sich entgegengesetzt des höheren Trends, sie sind mit A, B und C gekennzeichnet. Dort findet die Impulswelle dann in die andere Richtung statt.

Regeln

Damit dieses Grundprinzip aufgeht, gibt es einige Regeln, nach denen Wellen klassifiziert werden müssen. Wie diese dann in der Praxis ausgelegt werden, habe ich Euch hier einmal gezeigt.

  • Die Welle 4 darf sich nicht mit der Welle 1 überschneiden.
  • Die Welle 3 ist nie die kürzeste.
  • Die Welle 2 darf nicht unter den Startpunkt von Welle 1 laufen.

Zur besseren Veranschaulichung eine Grafik. Grafikquellen: Wikipedia.

Verstößt eine Chartformation gegen diese Regeln, handelt es sich nicht um eine gültige Zählung für eine Impulswelle. In so einem Fall muss man die Zählweise korrigieren – oder es liegt eine andere Formation vor. Sollte die aktuelle Marktsituation jedoch richtig abgezählt worden sein, kann man die Elliottwellen zur Prognose verwenden.

Nutzen

Welchen Nutzen bringt nun die Kenntnis der Wellenbewegung? Die Wellentheorie von Elliott behauptet, dass die Wellen durch Zyklen gelenkt werden, die auf der Reihenfolge der Fibonacci-Zahlen beruhen.

Die Fibonacci Zahlen sind ein elementares, extrem starkes Instrument der technischen Analyse – die Zahlen tauchen nicht nur hier, sondern überall in der Natur und im Universum auf.

Die Wellen 1, 3 und 5 stehen in einem Fibonacci-Verhältnis zueinander – wobei sehr oft die Welle 3 in einem Ausmaß von 1,618 % extendiert. Die Welle 3 ist also in der Regel 1,618-mal länger als die Welle 1.

Welle 2 hingegen, eine Korrekturwelle, korrigiert tief – oftmals um 50% oder 61,8% der ersten Welle.

Welle 4 ist meist eine kleine Korrekturwelle – etwa 38% der dritten Welle.

Welle 5 ist oftmals genauso lange, wie Welle 1.

Hierzu, zur Zusammenfassung noch einmal eine Grafik:

Schlussfolgerung

Kein anderes Verfahren der Technischen oder der Chart-Analyse zeigt derart gute Ein- und Ausstiegspunkte auf wie das Elliott Wellen-Prinzip. Es ist sogar möglich, diese fast punktgenau im Intraday-Handel zu erwischen. Voraussetzung hierbei ist jedoch, dass man sich die Zeit nimmt, ins Detail zu gehen, sprich, die fraktalen Verschachtelungen der einzelnen Wellen „auseinanderzunehmen“ und vom größtmöglichen auf das kleinstmögliche Zeitintervall herunterzubrechen. Du kannst in unserem Online-Seminar lernen, wie Dir diese Analyse gelingt.

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