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Psychologie

Erwartungshaltung im Trading – Teil 1

Erwartungshaltung im Trading – Teil 1

Nach nun über 4 Jahren, in denen ich mich mit dem Thema “Trading” beschäftige, durfte ich viele Strategien ausprobieren, Trades auswerten und zahlreiche Fragen beantworten, wie zum Beispiel “Du machst das jetzt seit 3 Jahren. Wieso fährst du noch keinen AMG?”, oder “Warum machst du das überhaupt noch?”. Doch die Frage , die sich jeder Trader stellen sollte, ist “Welche Erwartungshaltung habe ich an das Trading?”. Genau dieses Thema werde ich dir heute in diesem Artikel näher bringen.

Ein paar grundsätzliche Fakten zur Erwartungshaltung

Was klar sein sollte ist, dass die meisten Trader an der Börse Geld verlieren. Doch da die Börse nur eine Umverteilung der Gelder ist muss es auch Gewinner geben. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob es auch konstante, wiederkehrende Gewinner gibt. Diese Frage lässt sich ganz leicht mit “Ja” beantworten. Man muss nur etwas recherchieren, dann kommt man schnell auf Namen, wie zum Beispiel Warren Buffett, Larry Pesavento und Christopher Terry.

Statistisch ist man also auf der Verliererseite, zumindest für den Anfang. Doch was machen die “Gewinner” eigentlich anders? Diese Fragen stellen sich leider nicht wirklich viele Anfänger. Denn vielen Interessenten geht es gar nicht darum, das große Ganze zu verstehen, was für langfristigen Erfolg nötig ist, sondern um schnellen möglichst großen Erfolg durch möglichst wenig Zeitaufwand.

Langfristig profitabel Traden ist möglich. Doch wie erreiche ich das? © Mangostar/shutterstock.com

Das Problem: offensive Werbung

Wenn man nun etwas weiter denkt, muss es also eine Art System, oder zumindest eine “logische” Erklärung dafür geben, wie diese Gewinner an der Börse dauerhaft Geld verdienen. Schließlich waren auch diese einmal Anfänger. Und wenn es ein System, beziehungsweise mindestens eine Strategie für Erfolg gibt, dann kann eben genau diese Vorgehensweise auch erlernt werden, und zwar von jedem.

Das Problem in Bezug auf der Erwartungshaltung ist meiner Meinung nach, dass viele selbsternannte Experten, aber auch seriöse Broker und Firmen, die im Bereich “Börse” tätig sind, ein einfaches, fast schon romantisches Bild von dem Beruf eines Daytraders schaffen. Gezeigt werden teure Autos, Häuser, Geldberge und ein luxuriöser Kleidungsstil. Versprochen wird der schnelle, einfache Erfolg und ein “Life-Change”.

Die Wahrheit sieht allerdings anders aus: Trading erlaubt keine Emotionen und ist nicht wirklich spannend, in bestimmten Phasen sogar langweilig, anstrengend und ermüdend. Und das “schnelle Geld” gibt es beim Lotto, nicht aber an der Börse. Doch leider ist die Gier der Meisten größer als der Verstand, wodurch sich für die “Experten” entschieden wird, die einem im besten Fall ein Template verkaufen.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es sehr viele Verlierer und sehr wenige, dafür aber außerordentlich profitable Gewinner gibt. Grundsätzlich kann das Trading erlernt werden, da es, logisch betrachtet, erfolgreiche Strategien und Systeme geben muss. Meiner Meinung nach ist vor allem die offensive Werbung selbsternannter Experten, aber auch von Brokern in den neuen Medien zumindest mitschuldig an den größtenteils falschen Erwartungshaltungen der Anfänger im Trading.

 

Mit solchen Bildern wird geworben. Schneller Reichtum und ein “Lifechange” wird versprochen. ©TLpixs/shutterstock.com

“Hier gibt es keinen Fisch – bei uns lernt man angeln”

Trading muss also erlernbar sein, denn sonst würde es, wie gesagt, keine Trader geben, die mittel- bis langfristig profitabel sind. Doch wo und wie kann man Trading eigentlich lernen? Grundsätzlich gibt es viele Möglichkeiten. Angefangen von A, wie “Try and Error”, bis Z, wie “Online-Lernkurse”. Für Letzteres ist Level X das perfekte Beispiel! Außerdem gibt es noch viele Coaches, die  Einzelstunden anbieten und die Möglichkeit der Workshops.

Jede dieser Möglichkeiten hat ihre Vor- und Nachteile. Die eigentliche Frage ist, welche Erwartungshaltung du an den von dir gewählten Ansatz stellst. Viele denken, man könne sich das Trading innerhalb weniger Wochen beibringen. Doch das ist absolut realitätsfern. Denn ohne den Austausch mit anderen ist es nicht möglich. Man muss sich, gerade im Bereich Trading, mit Anderen austauschen, über positive und negative Erfahrungen sprechen und voneinander lernen.

Ein guter Coach kann dich daher sehr gut voran bringen, ein schlechter kann dich allerdings auch weit zurückwerfen. Doch die Kernfrage basiert wieder auf deiner Erwartungshaltung: Wie lange, denkst du, dauert es um mit dem Trading profitabel zu werden? Es geht nicht um eine konkrete Zeitangabe, sondern darum, dass du dir den Gedanken aus dem Kopf schlägst, du könntest nach 3 Monaten zu den permanenten Gewinnern an der Börse gehören.

Das Abitur, das Studium und eine Ausbildung – all dies dauert mehrere Jahre in Vollzeit bis zum Abschluss. Wieso kommt also jemand auf den Gedanken, man könne den komplexen weltweiten Finanzmarkt innerhalb von wenigen Monaten mit wenig Zeitaufwand pro Tag, da man nebenbei noch Geld verdienen möchte, die Wirtschaftswissenschaften aber erst nach 3-5 Jahren “verstehen”?

Aktien Besprechung

Das Traden zu erlernen erfordert viel Selbstdisziplin, Geduld und Eigeninitiative. © Billion Photos/Shutterstock.com

Fazit

Profitables Trading kann man lernen. Jedoch benötigt es Zeit, viel Engagement und Eigeninitiative, ähnlich wie ein Studium. Unter anderem deshalb gibt es viele, die es eben aufgrund von fehlender Motivation nicht können. Außerdem ist ein wirklich guter Coach von Vorteil, da dieser seine Erfahrungen an dich weitergeben und dir die “wichtigen” Dinge zeigen kann. So vermeidest du Fehler, die du ansonsten vielleicht begangen hättest und du verschwendest deine Zeit nicht mit Dingen, die sich im Nachhinein als nutzlos erweisen.

Die Erwartungshaltung entscheidet, ob du zufrieden, oder ob du unglücklich bist. Also sei realistisch bei deinen Zielsetzungen! © Comaniciu Dan Images/Shutterstock.com

 

 

 

 

 

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