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Airlines im Tiefflug: Tausende Jobs gefährdet

Airlines im Tiefflug: Tausende Jobs gefährdet

Massiv in der Krise

Die Lufthansa stürzt von einem Milliardengewinn in einen Überlebenskampf. Aufgrund der weltweiten Reisewarnung kommt es zu einem beispiellosen Rückgang an Passagierzahlen. Am Frankfurter Flughafen wurde eine ganze Landebahn gesperrt, denn die größte deutsche Airline mottet unter anderem dort 700 von 763 Flugzeugen ein. Der Konzern rechnet mit einem Rückgang aller geplanten Flüge um 95% nächste Woche.

White and Blue Lufthansa Airplane

Ein Symbolbild, das zur Zeit überhaupt nicht passt: Eine Lufthansa-Maschine, die auf einen Flug vorbereitet wird.

Selbst nach einem Ende der Corona-Krise werde die Airline nicht mehr zur alten Größe und Struktur zurückkehren, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr bei der Bilanzvorlage. Auch die Übernahme neuer Flugzeuge von den Herstellern Boing und Lufthansa wurde zunächst gestoppt.

 

Die Aktie der Lufthansa befindet sich in einem regelrechten Landeanflug

 

Lufthansa-Chef Carsten Spohr spricht längst offen über Staatshilfen. Der Nachfrageeinbruch könnte die Luftfahrtbranche in diesem Jahr eine dreistellige Milliardensumme an Umsatz kosten, schätzt der Branchenverband IATA. Voraussichtlich gingen den Airlines im Passagiergeschäft Erlöse von 63 bis 113 Milliarden US-Dollar (56 bis 100 Milliarden Euro) verloren. Das wäre ein Einbruch um 19 Prozent – vergleichbar mit den Folgen der weltweiten Finanzkrise 2008/2009.

 

Auch andere Airlines bewegen sich am Rand der Pleite

Ryanair kürz derzeit Löhne um 50%, und rechnet mit einer Einstellung des Flugbetriebs für zwei bis drei Monate.

Vorrang habe für Ryanair nun so viel Bargeld zu bewahren, “dass wir, wenn wir drei, sechs, neun, vielleicht sogar zwölf Monate lang ohne Flüge und ohne Einnahmen arbeiten müssen”, dass man das überleben könne. Er sei zuversichtlich, dass dies gelinge.

Die Flucht ins Bargeld lässt sich auch ganz klar mit einem Blick auf den Dollar Index erkennen:

 

Dieser Index vergleicht den USD mit einem Korb aus Fremdwährungen und zeigt an: Die Händler brauchen Cash, Cash, Cash. Das haben sie mit den Airlines gemeinsam.

Es bleibt abzuwarten, wie und von wem die Fluglinien gerettet werden.

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