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Analyse

Ölpreis fällt ins NEGATIVE, so etwas gab es noch nie!

Ölpreis fällt ins NEGATIVE, so etwas gab es noch nie!

Erstmalig in der Geschichte der Börse ist der Ölpreis ins Negative gefallen.

Wegen der Corona-Krise ist der Preis für US-Rohöl auf einen absolut historischen Tiefstand gefallen. Der Preis für einen Kontrakt, der eine physische Öl Lieferung im Mai vorsieht, notierte erstmals seit der Aufnahme des Future-Handels im negativen Bereich – zuletzt bei minus 40,30 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das bedeutet, dass Käufer bei Abnahme Geld erhalten.

“Seit Einführung der Future-Märkte 1985 hat es sowas noch nie gegeben”, kommentierte Salah-Eddine Bouhmidi von IG.

Dies zeigt, wie stark Angebot und Nachfrage derzeit am Ölmarkt auseinanderklaffen: Hintergrund ist neben der Pandemie, dass die Mai-Verträge auf US-Öl nur noch bis Dienstag verkauft werden können, die Erdöllager aber nahezu voll sind. Damit gibt es nahezu keine Abnehmer mehr. Bei solchen Verträgen verpflichtet sich der Verkäufer, eine festgelegte Menge einer Ware – in diesem Fall Öl – zu einem festen Ölpreis und Termin zu liefern.

Bei Future-Geschäften geht es Investoren jedoch oftmals um Preisspekulationen und nicht darum, das Öl tatsächlich geliefert zu bekommen. Auch die Förderunternehmen selbst haben kaum mehr Lagerkapazitäten und so zahlen sie dafür, dass ihnen das Öl abgenommen wird.

 

Gray Industrial Machine during Golden Hour

Angebot und Nachfrage klaffen am Ölmarkt derzeit weit auseinander.

 

Doch warum sollten diese jemanden dafür bezahlen, ihnen Öl abzunehmen? Der Grund für dieses spezielle Phänomen ist das Auslaufen der Termingeschäfte für den Monat Mai am heutigen Dienstag.

Termingeschäfte bzw. Futures sind bereits zu einem früheren Zeitpunkt vereinbarte Käufe an einem bestimmten Datum zu einem bestimmten Preis. Da die massiv niedrige Nachfrage nach Rohöl aufgrund der Coronakrise zum Zeitpunkt der Vereinbarung noch nicht abgesehen worden war, drohten nun eben diese Lagerkapazitäten nicht auszureichen.

Auch bei Fälligkeit des Juni-Kontrakts für WTI droht das Abnahmeproblem angesichts der fast erschöpften Lagerkapazitäten.

 

Es gibt nichts an der Börse, was es nicht gibt!

Jeder, der sagt “Ich kaufe jetzt etwas, weil es billig ist“, der hat eines nicht verstanden:

Alles was billig ist, kann noch billiger werden. Und alles was teuer ist, kann noch teurer werden.

Mein Tipp für Euch: Druckt Euch diesen Chart aus:

US WTI plunges into negative territory in historic trading amid ...

Negative Preise: Dafür muss man erst einmal ein Charting-Programm finden!

Die Öl-Krise ist eines der spannendsten Geschehnisse an den Finanzmärkten derzeit. Wir halten Euch auf dem Laufenden!

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