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Risk- und Moneymanagement – Teil 1

Risk- und Moneymanagement – Teil 1

Risikomanagement ist eine ernste Sache. Trotzdem gibt es auch hier ein paar sehr wichtige Sprüche, welche du dir durch den Kopf gehen lassen solltest: “Der erste Verlust ist der geringste Verlust”, “Trading ist Langstrecke, kein Sprint”, “Der erste Verlust ist der geringste Verlust” und wohl der Wichtigste: “Plan your trade and trade your plan!”. Mit dem Risikomanagement solltest du dich beschäftigen, weil deine Verluste das Einzige sind, was du beim Traden beeinflussen kannst!

Verluste durch Planlosigkeit

Hierfür eine kleine Anekdote: 1990 führte Ralph Vince ein Experiment mit 40 Doktoranden durch: Jeder Einzelne bekam eine Handelsstrategie mit einer Trefferquote von 60% und 10.000 DOllar Startkapital. Bei einem erfolgreichen Trade wurde das eingesetzte Geld verdoppelt, bei einem Verlusttrade war das eingesetzte Geld weg. Nach 100 Trades wurde abgerechnet und das Ergebnis war erstaunlich: Nur zwei dieser 40 Teilnehmer konnten ihr Kapital vermehren. 

Doch wieso? War alles nur Zufall, oder lässt sich dieses Experiment auch auf das reale Trading-Leben übertragen? Es gibt keine genauen Zahlen darüber, wie viele Trader erfolgreich sind. Allerdings gibt es Statistiken von Brokern, welche ergeben, dass höchstens 15 Prozent aller Anleger profitabel sind! Das Erfolgsergebnis aus dem Experiment von Ralph Vince scheint also auf lange Sicht realistisch. Denn entscheidend für dich als Trader ist nicht, ob du mal 1-2 Wochen profitabel bist, sondern ob deine Profite langfristig reproduzierbar sind.

 Wenn du an der Börse handelst, egal was, brauchst du einen Plan! Nur so hast du überhaupt eine Chance, langfristig profitabel zu sein. ©NiTiKRAN PHOTOGRAPHER/shutterstock.com

Der Schlüssel zum Erfolg: konstante Profite

Nur konstante Profite sind der Schlüssel zum Erfolg und genau daran scheitern die meisten Trader. Wichtig ist, dass du dir realistische Ziele setzt! Tagesziele, Wochenziele, Monatsziele und vielleicht sogar Jahresziele. Wenn du mit 4000 Euro anfängst, dann kannst du nicht erwarten, dass du im ersten Monat, geschweige denn im ersten Quartal direkt 4000 Euro verdienst. Konzentriere dich lieber auf kleine, aber konstante Gewinne! Nicht ein großer, sondern viele kleine Gewinne machen dich langfristig profitabel.

Du brauchst Ziele!

Wenn du Swingtrader bist bringt es nichts, wenn du dir Tagesziele setzt. Schließlich hältst du deine Positionen dann etwas langfristiger. Such dir in solch einem Fall lieber Wochen-, Monats- und Jahresziele! Ich halte ein bis drei Prozent, am Anfang eher ein bis zwei Prozent pro Monat als Ziel für realistisch. Doch was passiert, wenn du deine Ziele eher erreichst, als geplant? Wenn du dein monatliches Ziel von zwei Prozent schon nach 3 Wochen erreichst?

Ganz einfach: Wenn du deine Ziele vorzeitig erreichst musst du dich unbedingt belohnen! Eine Art der Belohnung kann sein, dass du dir die restliche Zeit, welche du zum Erreichen deines Ziels gehabt hättest, “frei” nimmst, also vom Thema “Börse” abschaltest und entspannst. Dieses “nichts tun” ist wichtig, denn wenn du weitermachst, obwohl deine Ziele erreicht sind, brauchst du auch keine Ziele! Und wer keine Ziele hat wird niemals ankommen.

Setz’ dir realistische Ziele und nimm dir frei, wenn du diese vorzeitig erreichst! ©everst/shutterstock.com

Demoaccount – Übung macht den Meister!

Jeder Broker bietet dir, meist für eine bestimmte Zeit, einen Demoaccount an. Du solltest von diesem Service unbedingt Gebrauch machen, bevor du mit echtem Geld an den Märkten handelst! Es ist essenziell, dass du die Handelsplattform, welche du benutzt, in- und auswendig kennst. Verwende den Demoaccount außerdem, um deine Strategien auszuprobieren und zu verinnerlichen. Auch für die eigene Disziplin ist ein Demoaccount gut, doch dazu in den späteren Teilen dieser Serie mehr.

Solch ein Demoaccount wird in der Regel mit einem virtuellen Startkapital von 10.000 Euro angeboten. Ich empfehle dir, den Demoaccount nur mit so viel Spielgeld auszustatten, wie du auch später investieren wirst. Denn sonst gewöhnst du dich im Demoaccount an eine viel zu große Lotsize und somit auch an zu hohe Gewinne. Oder anders: Du gewöhnst dich im Demoaccount an den Ferrari und fährst später im Echtgeldkonto einen Fiat.

Ein Demoaccount ist perfekt, damit du neue Strategien testen kannst.

 

 

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