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Analyse

Sell in May and go away – Saisonalität auch in Krisenzeiten?

Sell in May and go away – Saisonalität auch in Krisenzeiten?

Der Handel mit Saisonalität ist grundsätzlich sehr profitabel!

“Sell in May and go away but remember to come back in September”.

Diese uralte Börsenregel kennt beinahe jeder Händler. Ein alter Börsenkalauer und dabei kaum hilfreich?
Von wegen! Gerade für langfristige Investoren ist diese “Strategie” sehr angenehm, denn sie generiert nur zwei Signale im Jahr!

Aber worauf fußt denn nun diese “Strategie”? Sehen wir uns dazu einmal die durchschnittliche Performance des DAX im Verlauf eines Jahres an. Die Statistik beruht auf den letzten 20 Jahren, vor 2017:

Die Saisonalität des DAX

Es ist deutlich zu erkennen, dass der DAX in den Monaten Juni, Juli, August und September durchschnittlich verliert!

 

Durchschnittlich bewegt sich der DAX im Verlauf eines Jahres also wie im Bild oben. Doch wie können wir das für uns nutzen?

Die deutsche Börse hat einen Index aufgesetzt, der dem DAX identisch ist – mit der Ausnahme, dass der Index in den Monaten August und September nicht investiert ist. Und siehe da:

 

Sell in May, schlägt den DAX seit Jahren!

 

Unsere Saisonalitäts-Stratege hat den Markt in den letzten 10 Jahren deutlich outperformt!

Dass diese Regel aber nicht immer bzw. in allen Indizes funktioniert, zeigt das Beispiel des S&P500:

Die "Sell in May" Regel beim S&P 500

Die beste Performance wird hier erzielt, wenn man den Index das ganze Jahr über hält. 

 

Saisonalität tritt (vor allem) auch in Einzelwerten, wie zum Beispiel bei Rohstoffen auf. Gerade dort kann man einen geplanten Trade mit der aktuellen, saisonalen “Wetterkarte”  abgleichen. Je mehr Saisonalität man bei einem Trade im Rücken hat, desto besser!

Funktionieren Saisonalitäten auch in Krisenzeiten?

Legt man den Verlauf verschiedener Krisen übereinander, lässt sich eine gewisse Ähnlichkeit feststellen:

Historische Krisen im Vergleich zur Corona-Krise

Nach einem kräftigem Abverkauf folgt meist ein Pullback und eine langsame Rückkehr in einen Seitwärtsmarkt.

Mittelfristig lässt sich in vielen Krisen ein ähnliches Bild feststellen.

 

Nutze diese Informationen also für Deine Handelsentscheidungen und überlege, ob Du nicht einen kleinen Teil Deiner langfristigen Investments in ETFs steckst, die “Sell in May” berücksichtigen.

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