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Solltest du Positionen über Nacht halten?

Solltest du Positionen über Nacht halten?

Da ich Swingtrader bin, wurde ich in einem YouTube-Kommentar gefragt, wie ich Positionen über Nacht halten kann. Es besteht ja schließlich immer die Gefahr, dass ein Gap auftritt. Somit setzte ich mein Konto ja ständig einem enormen Risiko aus. Stimmt das? Muss man Angst vor einem Gap haben?

Ich habe mir dazu ein paar Gedanken gemacht und dir ein Beispiel mitgebracht, was die Gefahr von Gaps verdeutlicht. Ich werde dir außerdem zeigen, wie du dich effektiv gegen Gaps schützen kannst. Denn Gaps sind nur ein Problem und Probleme sind dazu da, um gelöst zu werden.

Gaps Gefahr beim Devisen Handel

Beim Devisen Handel, ist das Halten einer Position über Nacht nicht so gefährlich, wie beispielsweise beim Trading mit Aktien. Denn beim Forextrading haben wir einen 24 Stunden Handel. Somit können sich Angebot und Nachfrage jederzeit ausgleichen und es kommt nur sehr selten zu einem Gap.

Am Wochenende sieht es natürlich etwas anders aus. Dort haben auch die Devisen Märkte geschlossen und es können Gaps entstehen, aber dieses Risiko ist nicht sehr hoch. Gerade wenn man Swingtrading betreibt, hat man relativ weite Stops, welche nur sehr selten von einem Gap erwischt werden.

Etwas anders ist das beim Swingtrading mit Aktien. Denn Aktien haben einen Schlusskurs und eröffnen am nächsten Tag immer mit einem anderen Kurs. Zwar sind die Gaps des Öfteren nur kleinere Cent-Beträge, doch die Gaps bei Aktien können auch dementsprechend größer sein und somit eine Gefahr für den Swingtrader darstellen.

Beispiel:

Gehe ich in der Aktie XY long zum Kurs von 100,00 € und mit einem Stop Loss bei 90,00€, dann habe ich pro Aktie ein Risiko von 10,00€. Sollte die Aktie am nächsten Tag bei 75,00€ eröffnen, wird mein Stop Loss zum momentanen Kurs (75,00€) ausgeführt und mir einen Verlust von 25,00€ einfahren. Das ursprünglich geplante Risiko lag jedoch bei 10,00€!

Du siehst, dass Gaps ein hohes Risiko darstellen können, wenn man Positionen über Nacht halten möchte. Zwar ist das eben angeführte Beispiel ein Extremfall, da die Aktie über Nacht um 25% gefallen ist, dennoch ist das Problem damit klar geworden.

Des Weiteren rate ich dazu, wenn man das Swingtrading mit Aktien betreiben möchte, dass man bei Aktien mit höherer Volatilität bzw. weniger Liquidität, ein etwas niedrigeres Risiko ansetzt. Denn die Wahrscheinlichkeit von Gaps ist natürlich etwas höher, umso höher die Volatilität bzw. umso niedriger die Liquidität der zugrunde liegende Aktie ist!

Bei Aktien solltest du vorsichtig sein. Dort können Gaps öfter entstehen!

Bei Aktien solltest du vorsichtig sein. Dort können Gaps öfter entstehen!

Gaps sind für Daytrader eine Gefahr

Als Daytrader solltest du die Gefahr von Gaps jedoch nicht unterschätzen! Im Wort “Daytrader” steckt nicht ohne Grund das Wort Tag. Als Daytrader hat man meistens sehr kleine Stops und somit deutlich höhere Positionsgrößen als ein Swingtrader. Wenn man nun eine Position über Nacht hält und es kommt zu einem Gap, wird es richtig teuer.

Bei ein paar Lots Handelvolumen kann ein Gap ziemlich einfach das ganze Konto in Schutt und Asche legen. Somit solltest du als Daytrader darauf achten, dass du deine Positionen wirklich am gleichen Tag schließt. Eine andere Möglichkeit wäre es eine Statistik zu haben. Wir haben so eine Statistik für den DAX erstellt.

Mit so einer Statistik lässt sich das Risiko dann berechnen, aber natürlich nicht komplett aus der Welt schaffen. Es ist nur eine Möglichkeit sein Risiko einzuschätzen.

Als Daytrader muss man auf Gaps vorbereitet sein!

Als Daytrader muss man auf Gaps vorbereitet sein! ©Ollyy/shutterstock.com

 

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