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Trading Apps: Fluch oder Segen im Trading?

Trading Apps: Fluch oder Segen im Trading?

Rund 3 Milliarden Menschen nutzen weltweit ein Smartphone. Kein Wunder, dass dieses Hilfsmittel immer beliebter bei Tradern wird. Trading Apps gibt es inzwischen tausende: Tendenz steigend.

Gerade durch die vor Kurzem veröffentlichte Trading App “BUX” sind viele junge Menschen auf das Trading aufmerksam geworden. Allerdings ist nicht alles Gold was glänzt. Denn Trading Apps haben auch einen gewissen Risikofaktor. Was viele nämlich nicht wissen, ist, dass das Trading an einem Smartphone einige Stolperfallen birgt.

Welche Stolperfallen das mobile Trading hat und wie du sie erfolgreich vermeiden kannst, möchte ich dir in diesem Artikel zeigen. Dabei werde ich dir auch ein paar Trading Apps empfehlen, die dich in deinem Handel positiv unterstützen können.

Trading Apps: Diese empfehlen wir!

Durch die Masse an Trading Apps, die angeboten werden, ist es sehr schwer, die guten Apps zu filtern. Damit du deine Zeit nicht damit verschwenden musst, habe ich dir einige Apps rausgesucht. Diese Apps werden dir helfen, dein Trading zu verbessern, wenn du unterwegs bist. So bist du auch perfekt vorbereitet, solltest du mal  nicht an deinem PC sitzen kannst.

Die Trading App deines Brokers

Diese App ist wohl die Wichtigste von deinen Trading Apps. Durch die App von deinem Broker bist du in der Lage auch unterwegs auf deine Position zugreifen zu können. Was du allerdings niemals machen solltest, ist eine Position von unterwegs zu eröffnen!

Ich lehne das aktive Trading von unterwegs grundsätzlich ab. Denn dir fehlen einfach die Tools, die du an deinem PC hast. So ist die Chartdarstellung meistens zu klein, um eine richtig gute Analyse für deine Trading Strategien durchzuführen.

Zudem fehlt dir dein Tradingjournal um zu überprüfen, welche Strategie im Moment am Besten performt. So kann es sein, dass sich eine deiner Strategien gerade im Drawdown befindet. Da du aber am Handy bist, vergisst du eventuell den Drawdown und handelst vielleicht mit einer falschen Risikogröße.

Deshalb rate ich dir, keine Position über deine Trading App zu eröffnen.

Aber wozu ist die App dann gut? Die Trading App sollte nur dazu verwendet werden, um bereits eröffnete Position zu managen. Das bedeutet, du analysierst die Märkte an deinem PC und eröffnest dort deine Positionen!

Dort bist du nämlich im Besitz aller wichtigen Tradingtools. Wenn du nun bspw. auf Arbeit bist, hast du all’ diese Tools nicht mehr. Dort kannst du deine Trading App benutzen, um beispielsweise den Stop nachzuziehen.

Nutze deine Trading App nur um deinen Stopp zu managen und nicht um Positionen zu eröffnen.

Nutze deine Trading App nur um deinen Stop zu managen und nicht um Positionen zu eröffnen. © Kidsada Manchinda/Shutterstock.com

Bessere Chartdarstellung durch Guidants

Die meisten Broker bieten ihre eigenen Trading Apps mit Chartdarstellung an. Allerdings muss man leider sagen, dass viele davon unvorteilhaft sind und die Chartdarstellung nicht optimal ist.

Jedoch ist es wichtig den Chart gut erkennen zu können, damit man in der Lage ist, seinen Stop richtig zu managen. Die Lösung für dieses Problem kann Guidants sein.

Vielleicht kennst du Guidants wahrscheinlich schon. Solltest du die App nicht kennen, habe ich sie unten für dich verlinkt.

Guidants hat im “Show your App” Award 2017 den ersten Platz geholt. Ich nutze diese Trading App regelmäßig, um mir Chartverläufe unterwegs detaillierter anzuschauen. Guidants solltet ihr also am Besten dann verwenden, wenn die Chartdarstellung von eurem Broker ungenügend ist.

Wenn du dir Guidants mal anschauen willst klick einfach hier. 

Durch die richtige Chartdarstellung in deinen Trading Apps bist du immer in der Lage deine Stopps fachlich richtig zu setzen.

Durch die richtige Chartdarstellung in deinen Trading Apps, bist du immer in der Lage, deine Stops fachlich richtig zu setzen. © My Life Graphic/Shutterstock.com

Mit der Wirtschaftswoche immer auf dem neusten Stand

Bei teamtrader bringen wir dir das Swingtrading bei. Dabei liegt der Fokus auf der technischen Analyse. Wieso sollte ich also Trading Apps empfehlen, die mit der Fundamentalanalyse zu tun haben? Ganz einfach: Auch für einen Swingtrader sind bestimmte fundamentale Daten wichtig. So sind politische Entscheidungen immer ein wichtiges Thema. Der Brexit oder die Präsidentenwahl in den USA sind Beispiele für wichtige politische Entscheidungen.

Durch die Wirtschaftswoche bist du immer informiert und weißt, wie es um gewisse politische Entscheidungen steht. So ist es wichtig, vor wichtigen Entscheidungen in Wirtschaft und Politik dein Risiko anzupassen. So kannst du deinen Stop vor einer wichtigen Entscheidung weiter nachziehen oder die Position eventuell komplett schließen.

Durch die Wirtschaftswoche bist du immer informiert, wann es für deine Positionen eng werden könnte. Gucke einfach hier mal vorbei, um dir die Wirtschaftswoche anzusehen.

Auch über fundamentale Daten solltest du informiert sein.

Auch über fundamentale Daten solltest du informiert sein. © allstars/Shutterstock.com

Trading mit “BUX” – Zu einfach um damit profitabel zu sein

Allerdings gibt es nicht nur gute Trading Apps. Auf dem Markt sind leider auch einige Trading Apps, die dir versprechen, dass das Trading ganz einfach sei und jeder wie die “großen Händler” traden kann. Diese App stelle ich dir hier vor und zeige dir meine Kritikpunkte auf.

Vor ein paar Monaten wurde eine neue Trading App sehr beliebt in Deutschland: “BUX”.

BUX ist eine Trading App, die versucht, den Leuten das Trading auf einfache und spielerische Art und Weise beizubringen. Durch große Werbekampagnen, zum Beispiel im Fernsehen, wurden sehr schnell viele Leute auf die App aufmerksam. Allerdings muss man leider sagen, dass die App meines Erachtens nur eine Spielerei ist und nichts mit dem echten Trading zu tun hat! 

Aus reinem Interesse habe ich mir BUX heruntergeladen und mir ihre Werbung angesehen. Schon in der Werbung sind mir einige Kritikpunkte aufgefallen.

“Was denkst du: Gehen die Kurse rauf oder runter…”

“Was denkst du: Gehen die Kurse rauf oder runter? Im Prinzip funktionieren die Märkte genau so.” Dieses Zitat stammt aus der TV Werbung von BUX. Bei solchen Aussagen zuckt jeder erfahrende Trader zusammen! Denn es ist nun mal nicht so einfach! Trading ist viel mehr als nur darauf zu spekulieren, ob ein Markt rauf oder runter geht. 

Trading ist diszipliniert zu sein, Strategien haben, Risikokontrolle, Chartanalyse…

Jedoch wird es für die Öffentlichkeit immer nur als “rauf” und “runter” dargestellt. Es wäre ja auch zu schwer, einem Laien zu erklären, dass er Wissen über die Märkte und über Strategien braucht, um erfolgreich zu sein.

Lasst euch von solchen Aussagen nicht blenden. Trading ist nicht einfach! Trading ist wie jeder andere Beruf auch. Es erfordert Zeit und Können um erfolgreich zu sein. 

Eine professionelle Plattform ist wichtig, um profitabel zu sein

Zudem kommt hinzu, dass die App nicht für das professionelle Trading geeignet ist. In dem unten stehenden Screenshot kann man ganz eindeutig erkennen, dass es keinen professionellen Chart gibt. Es gibt nur den Kursverlauf des jeweiligen Tages, der letzten fünf Tage und des letzten Monats.

Außerdem ist der Chart nicht weiter veränderbar. Ich habe keine Funktion gefunden, um zum Beispiel Candelstickcharts anzeigen zu lassen. Im Swingtrading ist der Chart eines der wichtigsten Werkzeuge, um erfolgreich zu traden. Aber in der App ist diese Funktion komplett vernachlässigt worden. Mit so einem Chart würde ich nie im Leben traden!  

Diese Ordereingabe ist ein Witz

Auch die Ordereingabe hat nichts mit dem echten Trading zu tun. Wenn man long handeln möchte, klickt man “up” und bei einem short Trade klickt man “down”. Nicht einmal die fachlich richtigen Begriffe wurden hier benutzt. Die Volumen Eingabe ist genauso bedenklich. 

Man bekommt zu Beginn eine Art Währung, die sogenannten “Buxs”Mit diesen kann man dann beginnen zu handeln. Aber im Forex Trading gibt man normalerweise echte Volumenanzahlen an und nicht die Geldmenge, die man riskieren möchte.

Zudem ist es nur möglich, Market-Orders abzugeben – das heißt zum aktuellen Kurs zu kaufen oder zu verkaufen. Eine Pendingorder (also zu einem bestimmten Preis ausgelöst zu werden) ist nicht möglich.

Alles in allem muss man leider sagen, dass “Bux” nur eine Spielerei ist. Echtes Trading ist mit dieser App nicht möglich und schon gar nicht mit dem Handel von professionellen Tradern vergleichbar. Das einzig Gute an der App ist, dass sie die Leute darauf aufmerksam macht, sich um ihr Geld zu kümmern.

Konzentriere dich also lieber auf eine gute Ausbildung und professionelle Apps und lasse solche Spielereien hinter dir, wenn du das Trading lernen wirklich ernst nimmst. 

Die Meinung vom “Tradermacher”

Der Tradermacher hat bereits ein Video über die Tradingapp “BUX” gemacht. Schaue dir das Video unbedingt hier an und ziehe dir die wichtigsten Informationen raus.


So ein Chart ist viel zu klein, um damit traden zu können.

So ein Chart ist viel zu klein, um damit traden zu können.

 

So eine Ordereingabe zeugt von Unwissen über das echte Trading.

So eine Ordereingabe zeugt von Unwissen über das echte Trading.

 

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4 Comments

  1. ipad blog 2017

    17. Mai 2017 at 20:48

    Hallo, Ich finde den Aufbau der Seite klasse. Macht weiter so.

    • Christian Maikranz

      13. Juni 2017 at 22:24

      Das freut uns sehr! 🙂

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    10. Juni 2017 at 9:39

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