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Analyse

Versicherungen in Panik durch Corona-Pandemie

Versicherungen in Panik durch Corona-Pandemie

Ist eine Rückversicherung von einer Pandemie betroffen?

Pandemien sind wie Cyberangriffe, globale Risiken – das macht sie gefährlich. Ein schwerer Sturm trifft die USA, eher unwahrscheinlich, dass es gleichzeitig in Japan stürmt. Pandemien können gleichzeitig auf allen Kontinenten auftreten, weshalb sie sich zu sehr großen Schäden für Versicherer entwickeln können.

Die Aktie der Münchner Rückversicherung fällt in rasantem Temop – so schnell wie noch nie. Fast 20% hat das Papier binnen kurzer Zeit eingebüßt.

Versicherungen decken Krankheitskosten, versichern Familien gegen den Tod eines Angehörigen, zahlen Unternehmen Gewinnausfall, wenn die Bänder wegen Teilemangel stillstehen und erstatten bei Insolvenzen Forderungsausfälle.

Die meisten Unternehmen haben jedoch Policen, die nur dann greifen, wenn ein Feuer oder ein anderer Sachschaden bei einem Lieferanten zum Ausbleiben von Teilen und damit zum Stillstand der Bänder führt. Sogenannte Betriebsschließungspolicen, die auch bei Stillstand ohne Sachschaden zahlen, sind bislang teuer und werden selten gekauft – oft sind Pandemien auch ausdrücklich ausgeschlossen.

Größere Sorge bereitet eher der Kapitalmarkt

Bevor dies für die Munich Re also zu einem materiellen Großschaden werde, müsse es “weltweit hunderttausende Tote geben”. So erläutert es Munich-Re Vorstand Tomas Jeworrek,  ihm zufolge könnten z.B. ausbleibende Veranstaltungen eher zu einem großen Problem werden. Jeworrek zufolge haben gestrichene Veranstaltungen infolge der Epidemie in Asien bisher jeweils einstellige Millionen-Schäden verursacht. Allerdings stehen in diesem Jahr noch die Olympischen Spiele in Tokio an. Eine Absage der Spiele würde laut Jeworrek auch die Munich Re treffen.

Auch die Allianz gibt schlagartig fast 20% ab.

Die Allianz befasst sich seit Langem mit Epidemien wie der 2003 aufgetretenen Atemwegsinfektion Sars. “Wir haben schon 2009 und 2010 Stress-Szenarien für die Allianz gerechnet und damals die Sars-Epidemie ab 2003 und die spanische Grippe von 1918 zur Grundlage gemacht”, berichtet Tom Wilson, globaler Risikochef der Allianz. “Das Kernergebnis war, dass die Auswirkungen auf der Investmentseite um den Faktor zwei höher waren als auf der Risikoseite.

Die Allianz verwaltet für Kunden mehr als 550 Milliarden Euro, eine Erschütterung der Kapitalmärkte ist daher weitaus gefährlicher. Der globale Risikochef der Allianz betont jedoch, “Wir haben Absicherungen, und meistens erholen sich die Märkte von solchen Ereignissen vergleichsweise schnell.” Trotzdem: “Natürlich tut das weh.”

Sollten sich die Kapitalmärkte also beginnen zu erholen, wäre das eine ideale Chance Versicherungsunternehmen günstig einzukaufen!

Allianz, Axa und die MunichRe im Vegleich. Da kommt doch Shopping-Laune auf!

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